Rückrundenstart NLA: 2x HCO – LSC

Endlich wieder Hockey spielen! Nach halbjähriger Corona-Zwangspause durften die NLA-Teams des Luzerner SC Landhockey am Sonntag, 18. April 2021 endlich wieder Meisterschaftsspiele bestreiten.


Frauen starten semiprofessionell

Ganz nach dem Motto #unluckycanhappen verlieren die LSC-Frauen am Sonntag ihr erstes Punktspiel nach der langen Pause im Shootout gegen die Frauen vom HC Olten. Die Grünweissen reisten trotz nur dreiwöchiger Trainingsphase und einem verletzungs- und situationsbedingt dezimierten Kader von 11 Spielerinnen mit dem Ziel an, sich die ersten drei Punkte der Rückrunde zu sichern. Mit neu gemischter Abwehr und einem Sturm, der in noch nie in dieser Konstellation zusammenspielte, lag das Hauptaugenmerk darauf, mit gezieltem Druck gefährliche Situationen zu kreieren und sich damit Torchancen zu erspielen. Zeitgleich galt, aufgrund fehlender Auswechselspieler möglichst kompakt zu verteidigen und Fehler in der Defensive zu vermeiden.

Von Beginn an ging der Matchplan auf: Der LSC dominierte das Spiel und erarbeitete sich nach und nach Chancen im gegnerischen Viertel. Wie erwartet fehlte es stellenweise noch an Passgenauigkeit, doch die Abstimmung wurde mit fortschreitender Spielzeit besser und das neu zusammengewürfelte Team fand mehr und mehr zu sich und gewann an Sicherheit. Die Gegnerinnen nutzten jedoch immer wieder kleine Fehler im Mittelfeld der Luzernerinnen gnadenlos und setzten mit einigen gefährlichen langen Bällen in den Hinterraum die Defensive unter Druck. Auch eine kurze Phase in Unterzahl überstanden die Grünweissen unbeschadet und so war die Videodrohne zeitweise die grösste Ablenkung im eigenen Kreis. Dagegen verbuchten die Frauen des LSC die deutliche Überzahl an Chancen auf dem eigenen Konto, drangen immer wieder über die Seiten in den gegnerischen Kreis ein und schossen die Torfrau aus Olten warm. Leider fehlte jedoch das letzte bisschen Glück im Abschluss und somit blieb es trotz Ecken und Torraumszenen bei einem Halbzeitstand von 0:0.

Gestärkt, motiviert und aufmerksam läuteten die Luzernerinnen die zweite Hälfte des Spiels ein und belohnten sich kurz darauf mit einem schönen Teamgoal durch Kapitänin Fontana nach einem starken Angriff über die rechte Seite. Der Fluch des berühmten dritten Viertels schien gebrochen. Doch auf das Team warteten noch einige zermürbende Minuten, als aufgrund einer gelben Karte nochmals in Unterzahl gekämpft werden musste. Zwar überstand man auch diese Phase unbeschadet, doch die Gegnerinnen aus Olten drängten nach und nach auf den Ausgleich. Mit viel situativem Druck wurde die Verteidigung immer wieder gefordert und individuelle Fehler sofort mit Kreisszenen bestraft. Nach einer solchen Unachtsamkeit gelang den Solothurnerinnen schliesslich kurz vor Schluss der Ausgleichstreffer und die Uhren standen wieder auf null. Zwar erspielte sich das LSC-Team noch einige gute Chancen, doch der Ball wollte nicht über die Linie, sodass die Partie durch ein Shootout entschieden werden sollte. Hier zeigten die Gastgeberinnen den kühleren Kopf und strichen die zwei Punkte ein.

Für die Mannschaft aus Luzern war dies nicht der gewünschte Start, allerdings hat man bereits am nächsten Wochenende auf heimischem Rasen die Chance, Wiedergutmachung zu betreiben.


Männer übernehmen Tabellenspitze

Die Vorfreude auf das erste Spiel war vor Anpfiff spürbar. Aufgrund der verkürzten Vorbereitungsphase war es schwierig, das eigene Level und das des Gegners einzuschätzen. Somit starteten beide Teams verhalten in die Partie und versuchten den Gegner erstmal abzutasten. Die schwierigen Platzverhältnisse und die damit verbundenen gehäuften technischen Fehler auf beiden Seiten führten zu vielen Ballverlusten im Aufbau und damit zu vielen Kontern. Einen solchen Konter wusste Olten im zweiten Viertel nach Flanke von rechts zur 1:0 Führung zu verwerten. Doch nur weniger später glich Schneider nach einer kurzen Eckenvariation aus. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Halbzeit.

Für die zweite Halbzeit nahm man sich vor, mehr Ballkontrolle zu haben und die einfachen Ballverluste zu verringern. Dies gelang sehr gut und Luzern gewann dadurch mehr Spielkontrolle. Nach einer starken Vorarbeit von Schwehr und Häfeli konnte Oswald freistehend zum 2:1 einschieben. Olten versuchte weiterhin mit Kontern gefährlich zu werden und stand tief. Auf beiden Seiten wurden mehrere Torchancen nicht genutzt. Im letzten Viertel verwertete Schwehr jedoch eine Ecke zum 3:1 Schlussstand. Mit dem Sieg schob man sich an Servette vorbei, welches heute patzte, und sicherte sich die Tabellenspitze.


Telegramm Frauen

HC Olten – Luzerner SC 1:1 (0:0) n.P. 3:1

Kader: Renner, Zepf, Koelmans, Greder, Heselhaus, Fontana (1), Zimmermann, Appel, Böschenstein, Bühner, L. Meier

Coach: Tanuscio


Telegramm Männer

HC Olten vs. Luzerner SC 1:3 (1:1)

Kader: Kleikemper, Manuel Greder, Martin Greder, Schneider (1), Häfeli, Horvath, Casagrande, Küng, Wicki, Appel, Schwehr (1), Oswald (1), Hamm, Bur, Bosmans, Andereggen.

Coach: Tanuscio